Verfasst von: edelluc | Oktober 14, 2010

Tagebuch einer Krankenschwester an der Westfront im 1. Weltkrieg (1914-1915) – 21

Donnerstag, 14. Oktober 1914

Wir stehen noch immer auf dem Abstellgleis und “warten auf unsere Befehle” zur Weiterfahrt. Es ist viel Warterei in diesem Krieg in die eine und die andere Richtung viel Arbeit. Was für eine wunderbare Nachricht, dass die französische Regierung die belgische Regierung gebeten hat nach Havre zu kommen! Aufregend für die Menschen in Havre: sie wurden ganz verrückt, als staubige Motorautos mit ein paar erschöpft aussehenden Belgiern in Havre ankamen.

Es scheint, dass wir nach Rouen fahren und dann weiter hinauf. Villeneuve wird evakuiert und als militärisches P.O. Zentrum verwendet und andere Hauptquartiere, und Abbeville – westlich von Amiens.

Ich hatte eine exzellente Nacht, keine Bettlacken (wegen der Waschschwierigkeiten), meine eigene Wolldecke bei mir und eine Menge Decken: die Aussicht, mit den Lastwägen an beiden Seiten, ist nicht gerade inspirierend, wird sich aber verbessern, wenn wir fahren. Uns wurden nur Spaziergänge entlang des Zuges erlaubt heute, weil er jede Minute weiterfahren kann (obwohl die Maschinen noch nicht laufen!), und man darf den Zug nicht ohne einen Erlaubnisschein des Majors verlassen.

M.O.’s und Schwestern leben in einem Waggon, alle unsere kleinen Türen gehen in den gleichen Korridor auf, wo wir Tee trinken; es ist eine sehr einfache kleine Familiengruppe. Unsere Betten sind allesamt Sofas untertags und ziemliches Allgemeingut, wenn wir unsere Türen nicht schließen. Es schüttet heute – der erste nasse Tag seit Wochen.

Der Abmarschbefehl nach Abbeville kam um 8 Uhr 46 und bekommt dann Befehle für die Front von dort weg.

6 Uhr 30 – Es kam gerade ein anderer Befehl, dass unser Ziel Braisne ist, nicht Abbeville. Sie haben immer Granaten explodieren sehen bei Braisne. Ich bin froh, dass es Braisne ist, somit kommen wir zum anderen Teil der Front bei der nächsten Fahrt, nehme ich an.

8 Uhr 45 – Endlich gestartet.

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

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