Verfasst von: edelluc | Oktober 7, 2010

Tagebuch einer Krankenschwester an der Westfront im 1. Weltkrieg (1914-1915) – 15

Mittwoch, 7. Oktober 1914

Ich war heute Abend in der Station unten; hörte, dass St. Nazaire als Basis aufgegeben wurde, was bedeutet, dass keine Ambulanzzüge mehr durchkommen werden.

Die fünf Deutschen in meiner Abteilung sagten mir heute Morgen, dass nur „der Reichstag (O-Text) und „der Kaiser(O-Text) den Krieg wollten; Russland begann, also „Deutschland mussen“ (O-Text); dass Deutschland nicht gegen Russland, Frankreich, England, Belgien und Japan gewinnen kann; und das es in Deutschland keine Männer mehr gibt, die die getöteten ersetzen können. Sie lächelten friedlich bei dieser Aussicht und sagten, dass es  „ganz gut“ (O-Text) sei nach England zu gehen. Sie haben fette, rosa, grübelnde, unschuldige, glatte Gesichter und sind sehr folgsam. Ich ließ einen den Fußboden schrubben, da der Pfleger einen schmerzhaften Arm von einer Impfung hat und es schien, als freute er sich darüber. Nur einer ist verheiratet.

Fotos aus einem Ordensspital: http://www.cellitinnen-osa.de/de/geschichte-teil3.html

Kriegsrede von Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: http://de.wikisource.org/wiki/Krieges_Anfang

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

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