Verfasst von: edelluc | September 28, 2010

Briefe eines Soldaten (1914-1915) – 5

21. September, 1914

Krieg im Regen.

Es ist das schlimmste Leiden, das man sich vorstellen kann. Drei Tage und drei Nächte ohne irgendetwas anderes zu tun, als zittern und stöhnen, und nun, trotz allem, wird perfekter Dienst verlangt.

In einem Wassergraben voller Wasser zu schlafen hat keinen Vergleich in Dante, aber was über das Erwachen gesagt werden kann, wenn jemand Wache halten muss, für den Moment zu töten oder getötet zu werden!

Über uns brüllen die Granaten und unterdrücken das Pfeifen des Windes. Jeder Augenblick, Schüsse. Dann verkriecht man sich im Schlamm und Hoffnungslosigkeit ergreift Besitz von der Seele.

Wenn diese Qual ein Ende findet und ich so einen nervösen Kollaps habe, dass ich ohne Grund weine – zu spät, nutzlose Tränen.

Übersetzung aus dem Englischen von „Letters of a soldier (1914-1915)“

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