Verfasst von: edelluc | September 23, 2010

Tagebuch einer Krankenschwester an der Westfront im 1. Weltkrieg (1914-1915) – 5

Mittwoch, 23 September 1914

Habe heute in der Krankenstation No. — geholfen. Die Schwestern und Pfleger dort haben alle doppelt soviel zu tun, als sie aushalten können – die großen Verbände sind so abschreckend und neue Fälle sind hereingekommen – alles Krankentragen-Fälle. Sobald sie sich erholt haben, werden sie zum Stützpunkt geschickt, um für die schlimmen Fälle aus den Zügen Platz zu machen. Morgen habe ich wieder Stationsdienst – wahrscheinlich für einen anderen Zug.

Es gibt Gerüchte, dass drei britische Schlachkreutzer von einem U-Boot versenkt wurden – das kann nicht wahr sein.

Ich sehe nicht, wie diese Schlacht entlang der französischen Frontlinie jemals zu einem Ende kommen soll. Auf jeden Fall solange, bis beide Armeen erschöpft sind und sich entscheiden ins Bett zu gehen. Die Männer sagen, dass wir ihre Gewehre nicht erkennen können – sie sind in diesen Betonbunkern zu gut versteckt.

Das Wetter ist absolut großartig den ganzen Tag und erst die Sterne in der Nacht. Orion, mit seinem scheinenden Leibwächter, von Sirius bis Capella, erstrahlt jeden morgen um 4 Uhr.

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: