Verfasst von: edelluc | Dezember 7, 2010

7 Jahre 7 Welten bei onlinebuch erhältlich

„7 Jahre 7 Welten“ wird nun auch bei https://www.onlinebuch.info/ geführt.

Alles Liebe, euer Luc

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Ab sofort können Pressemappe und Rezensionsexemplar der Anthologie „7 Jahre 7 Welten“ unter 7jahre7welten@gmail.com bei mir geordert werden. Da die Nachfrage sehr groß ist, bitte ich im Ansuchen um Name des Mediums und der Tätigkeit des Rezensenten.

Mit den besten Wünschen, Lucas

Verfasst von: edelluc | Dezember 5, 2010

Graphic Novel „Otto Lilienthal“

Erste Konzepte zu Graphic Novel „Otto Lilienthal“ online.

Verfasst von: edelluc | Dezember 5, 2010

Graphic Novel „Otto Lilienthal“

Unter dem Arbeitstitel „Otto Lilienthal“ entwirft der famose Ronny Peiser schon fleißig die Charaktere für unsere graphic novel. Mir obliegt die spannende Scriptarbeit. Die Brainstorming- und Recherche-Phase ist in vollem Gange, wie es sich für ein ordentliches Projekt gehört.

Der erste fliegende Mensch, soll er gewesen sein. Wir werden uns aber tiefer in ihn hinein begeben und versuchen ein paar Facetten dieser imponierenden Gestalt auszugraben.

So zart wie unsere ersten Annäherungen an diesen Mann sind, genauso zart sind auch die ersten Skizzen. Nicht grob drauflos gezeichnet. Fein, vorsichtig, Schritt für Schritt, um nichts zu übersehen.

Unser Protagonist Otto L. Abenteuerer, Forscher, verlorene Seele? Fünf Geschwister und der Vater starben bis zu seinem 12. Lebensjahr. War das ein Motor für sein Schaffen?

Caroline Lilienthal, Ottos Mutter. Eine ausgebildete Musikerin und somit ein Kontrast zum mathematisch begabten Sohn. Nach dem Tod ihrer Kinder und ihres Mannes musste sie sich alleine um den Rest der Familie kümmern. Wie groß war ihr Einfluss auf Otto und seine Ideen?

Aber da waren noch Gustav, der Bruder, sein bester Freund und seine Frau Agnes, mit der er vier Kinder hatte. Welche Konflikte musste er mit ihr austragen, um seinem Traum vom Fliegen zu folgen?

Die Fragen sind Legion. Langsam werden wir uns also in das Leben und Wesen eines Mannes begeben, der den Tod in Kauf nahm, um großes zu schaffen.

Bleibt dran!

Verfasst von: edelluc | November 18, 2010

„7 Jahre – 7 Welten“

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wie bereits angekündigt erscheint Anfang Dezember meine Kurzgeschichten-Anthologie „7 Jahre – 7 Welten“ (ISBN-978-3-200-02101-3) in der Edition Anna Perenna. Darin befinden sich Werke von 2003 bis 2010. Das dazugehörige Vorab-Cover wurde freundlicherweise von Simon Bull (AUS) zur Verfügung gestellt.

Anbei erlaube ich mir schon heute das Inhaltsverzeichnis zu präsentieren. Vielleicht kommt Euch etwas bekannt vor. Wenn ja, alle Geschichten wurden überarbeitet und bieten jetzt noch mehr Spannung!

Die „Psyche“-Welten

Schöpfer

Mit Sambal Oelek gepierct

Von Menschen und Schweinen

Wiedersehen

Die „Paar“-Welten

Die Kunst sich aufs Vortrefflichste zu langweilen

Die Zeit läuft

Bockwurst, Korn und die Gilmore Girls

Die „Land“-Welten

Willkommen

Wie Bauer Reisig den Tag rettete

Integration

Die „Damals“-Welten

Der Schlüssel

Der Kaiser lebe hoch!

Die „Körper“-Welten

Habeas corpus

Haut cuisine

Jede Generation hat ihre Helden

Die „Technik“-Welten

Thereza

Swing by

Die verlorene Stadt

Das „Sirius & Orion Jones“ – Universum

Ruhe und Frieden

Shorty kratzt die Kurve

Wir sind dann mal weg

PLUS eine Bonus-Story, die für eine Überraschung sorgen wird. 🙂

Wer schon sicher weiß, dass er ein Exemplar möchte, der kann gerne unter 7jahre7welten@gmail.com bestellen. Alle Facebook-Friends bekommen eine persönliche Widmung ins Buch. ca. 200 Seiten, 10,90 Euro inkl. Versand. Das ist der Deal!

Soweit von mir, Euer Luc

Donnerstag, 14. Oktober 1914

Wir stehen noch immer auf dem Abstellgleis und “warten auf unsere Befehle” zur Weiterfahrt. Es ist viel Warterei in diesem Krieg in die eine und die andere Richtung viel Arbeit. Was für eine wunderbare Nachricht, dass die französische Regierung die belgische Regierung gebeten hat nach Havre zu kommen! Aufregend für die Menschen in Havre: sie wurden ganz verrückt, als staubige Motorautos mit ein paar erschöpft aussehenden Belgiern in Havre ankamen.

Es scheint, dass wir nach Rouen fahren und dann weiter hinauf. Villeneuve wird evakuiert und als militärisches P.O. Zentrum verwendet und andere Hauptquartiere, und Abbeville – westlich von Amiens.

Ich hatte eine exzellente Nacht, keine Bettlacken (wegen der Waschschwierigkeiten), meine eigene Wolldecke bei mir und eine Menge Decken: die Aussicht, mit den Lastwägen an beiden Seiten, ist nicht gerade inspirierend, wird sich aber verbessern, wenn wir fahren. Uns wurden nur Spaziergänge entlang des Zuges erlaubt heute, weil er jede Minute weiterfahren kann (obwohl die Maschinen noch nicht laufen!), und man darf den Zug nicht ohne einen Erlaubnisschein des Majors verlassen.

M.O.’s und Schwestern leben in einem Waggon, alle unsere kleinen Türen gehen in den gleichen Korridor auf, wo wir Tee trinken; es ist eine sehr einfache kleine Familiengruppe. Unsere Betten sind allesamt Sofas untertags und ziemliches Allgemeingut, wenn wir unsere Türen nicht schließen. Es schüttet heute – der erste nasse Tag seit Wochen.

Der Abmarschbefehl nach Abbeville kam um 8 Uhr 46 und bekommt dann Befehle für die Front von dort weg.

6 Uhr 30 – Es kam gerade ein anderer Befehl, dass unser Ziel Braisne ist, nicht Abbeville. Sie haben immer Granaten explodieren sehen bei Braisne. Ich bin froh, dass es Braisne ist, somit kommen wir zum anderen Teil der Front bei der nächsten Fahrt, nehme ich an.

8 Uhr 45 – Endlich gestartet.

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

Verfasst von: edelluc | Oktober 14, 2010

Briefe eines Soldaten (1914-1915) – 11

14. Oktober, 1914

Es ist wahr, liebe Mutter, dass Verzicht sehr viel Anstrengung kostet. Aber sei sicher, dass wir beide über die nötige Seelenkraft verfügen, um diese schwierigen Stunden durchzustehen, ohne dass uns der Atem im Verlangen auf eine Rückkehr schmerzlich stockt.

Das Tolle daran ist, dass einem der Wert des Augenblicks bewusst wird und man alles Gute und Schöne und Erbauende darin hervorzubringen vermag. Für den Rest kann niemand auf Dauer garantieren, und es wäre auch vergeblich, sinnlos und quälend, zu leben, indem man sich fragt, was uns wohl passieren wird. Glaubst Du nicht auch, dass das Leben uns viel Segen gebracht hat, wie dieses letzte und größte Geschenk, dass wir miteinander kommunizieren können und so weiter vereint sind? Es gibt so viele unglückliche Menschen hier, die nicht wissen, wo ihre Frauen und Kinder sind, die für drei Monate von allem isoliert waren. Du siehst, wir gehören noch immer zu den Glücklichen.

Liebe Mutter, weniger denn je sollten wir verzweifeln, sondern vielmehr wirklich davon überzeugt sein, dass all diese Unruhen und der ganze Wahn der Menschheit nichts sind, im Hinblick auf die Ewigkeit, die jeder mit sich trägt, und dass all diese Ungeheuerlichkeiten in eine bessere Zukunft münden werden. Dieser Krieg ist eine Art Katastrophe, die den alten physikalischen Umbrüchen unseres Globus’ folgt, aber hast Du bemerkt, dass in der Mitte von all dem, etwas unserer Seele von uns gegangen ist, und dass wir etwas von unserem Glauben an eine höhere Ordnung verloren haben? Unsere Leiden resultieren aus der Tatsache, dass unsere menschliche Geduld so gering ist, wenn es darum geht, die gleiche Richtung wie unsere Wünsche einzuschlagen, so edel sie auch sein mögen. Aber sobald wir beginnen, Dinge zu hinterfragen, um Ihre wahre Harmonie zu entdecken, kommt unsere Seele zur Ruhe. Wie können wir wissen, dass diese Gewalt und diese Unordnung nicht die Schicksale dieser Welt zu einem guten Ende führen?

Liebe Mutter, noch immer die festesten und menschlichsten Hoffnungen hegend, sende ich Dir und meiner geliebten Großmutter meine tiefste Liebe.

Übermittle all meine Liebe auch unseren Freunden, die in Schwierigkeiten sind. Hilf ihnen, alles zu ertragen: Zwei Kreuze sind weniger schwer zu tragen, als nur eines. Und glaube an unsere ewige Freude.

Übersetzung aus dem Englischen von „Letters of a soldier (1914-1915)“

Dienstag, 13. Oktober 1914

Endlich bin ich im Zug und habe gerade ausgepackt. Es gibt eine Armee Schwester und zwei Reserven, einen Major —, O.C. und zwei Jungoffiziere.

Ich weiß bis jetzt noch nicht, wie verworren die Arrangements sind. Wir haben jeder unsere eigene Koje, mit einer anständigen Matratze, einem Polster und Decken: ein Tisch und ein Stuhl an einem Ende, ein Menge Haken und Ablagen und eine lieblicher kleiner Waschraum, der aus der Koje führt und von zwei Schwestern geteilt wird auf jeder Seite. Jede hat eine Tür. Keiner weiß wo wir hingehen; wir starten diesen Nachmittag.

6 Uhr morgens – Wir sind noch nicht unterwegs. Wir aßen in einem kleinen Speisewagen zu Abend, wir vier Schwestern an einem Tisch, Major — und seine zwei Zivilchirurgen an einem anderen, und einige französische Offizielle des Zuges an einem anderen. Das Essen wurde von Franzosen gekocht und serviert – sehr nett, keine Tischdecken, nur Messer und Gabel. Sie sind alle sehr freundlich und fröhlich.

Zwischen der täglichen Behandlung der Verwundeten, was nur zu real ist, fühlt es sich wie ein Spiel oder ein Traum an: warum sollte das ganze Frankreich, dass entlang der Zugsgleise und Orte nicht vollkommen umgekrempelt sein, mit all den herumschwärmenden britischen Soldaten, und all den Franzosen und Engländern, die nur über eine Sache sprechen und dafür arbeiten? Alles, und jedes Haus, jedes Hotel, Schule und College, wird für etwas anderes genutzt, als wofür es bestimmt war; die Unterbringungen sind universal.

Man hört eine witzige Abwechslung von gelerntem und ungelerntem Englisch von allen Seiten, und lautes französisches Gequatsche aller Arten. Am Tage sieht man Flugzeuge und Truppentransporter und Artilleriezüge; und in der Nacht sieht man die Suchlichter und hört permanente Heulen und Kreischen der Zugspfeifen. An jeder Station und an jeden öffentlichen Türen oder Toren sind die rot-blauen französischen Soldaten mit ihren langen, spitzen Bajonetts oder unsere Tommies mit den kurzen breiten Bajonetten die nur halb so tödlich aussehen, aber ich vermute sie sind weit schlimmer. Man muss hier  entweder einen unterschriebenen Ausweis haben oder man muss die „mot“ kennen, die von den französischen Wächtern ausgegeben wurden. All dies von Havre und St. Nazaire bis hinauf zur Front.

Der Zug ist eine Drittel-Meile lang, also drei Spaziergänge entlang seiner Seite verschafft dir Übung von einer Meile. Die Betten der Krankenstation sind wunderbar: breit und weich, mit lieblichen Polstern und weichen dicken Decken; jede Menge an Verbandmaterial und chirurgischer Ausrüstung und eine große Küche, Lager für die Stewards und drei Pfleger für jeden Waggon. Würde mich nicht überraschen wenn wir „dort“ sind, wenn es dunkel ist, damit wir das Kriegsland nicht sehen. Manchmal werden wir von gesprengten Brücken vor uns gestoppt und kleinen Hindernissen dieser Art.

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

Verfasst von: edelluc | Oktober 12, 2010

Briefe eines Soldaten (1914-1915) – 10

12. Oktober, 1914

Bis jetzt hat mich Deine Liebe und Deine Fürsorge noch nicht verlassen… Wir befinden uns noch immer in den prächtig verwüsteten Wäldern, inmitten des schönsten Herbstes. Die Natur bringt viele Freuden, die diesen Horror beherrschen. Tiefer und inniger Glaube, welches Leiden uns auch immer noch erwarten mag.

Übersetzung aus dem Englischen von „Letters of a soldier (1914-1915)“

Sonntag, 11. Oktober 1914, Versaille

Um 3 Uhr morgens kam ein Offizier des Zouave Regiments, in blauer und goldener Zouave, blauer Schärpe, purpurner Tasche wie Petticoats, schwarzen Wickelgamaschen und seiner elegant gekleideten Schwester in mein Abteil; beide sehr nett und sehr freundlich. Er war 21 Jahre alt, hat in drei Einsätzen gekämpft und wurde zweimal verwundet; jetzt rekonvaleszent nach einer Verwundung am Fuß vor einem Monat – sie fahren zum depôt to rejoin. Ihr Mann ist ebenfalls an der Front und auch ein anderer Bruder. Ich bin in Versailles umgestiegen und bekam Tee. Auch eine kleine Waschung bei der immer hilfreichen Stationschwestern im Dienst, die einen an jeder großen Station willkommen heißen. Die Nr. — G.H die sie hier haben ist ein sehr feines Hotel mit wunderbaren Gärten und sie sind sehr stolz darauf – nahe des Palasts.

10 Uhr Vormittags, Juvisy

Ich bin nun in einem leeren 1. Klasse Salon (in dem ich einen langen Spaziergang machen kann) nach langem Warten, mit  café au lait und einem Omlette in Juvisy, und “The Times” vom 5. Oktober.

Es liegt eine angeheme Unsicherheit über den eigenen Wert im aktiven Dienst. Ich habe nicht die leisteste Ahnung was passiert, wenn ich in einer halben Stunde in Villeneuve ankomme. Werde ich —

(a) dort bleiben um Befehle abzuwarten entweder in einem französischen Zimmer, einer Zugswaggon oder in einem Zelt.

(b) nach Braisne gesendet um in den Zug zu kommen; oder

(c) nach Havre gesendet für dasselbe.

Wir hatten einen Mann in der Nr. — Station der beim berühmten Angriff der 9. Lancer unverletzt blieb, aber ins Spital kam, wegen eines eingwewachsenen Zehennagels!

Villeneuve, 5 Uhr Nachmittags

Wie ein geschwätziger Idiot war ich so interessiert am Geburtstag im Gunner’s Dirary “in meinem Loch”, dass ich Villeneuve Triage verpasst habe und eine Station danach ausgestiegen bin! Ich musste eineinhalb Stunden auf den Zug warten um zurückzufahren und kam dort um ca. 12 Uhr an. Vier höfliche London Scottishs haben mich beim Kragen gepackt und mein Gepäck getragen. Ich fand die diensthabende Schwester des Ambulanzzuges.

Ich wünschte ich könnte beschreiben, wie außergewöhnlich dieser Platz ist. Es ist das Swindon von Frankreich; eine gewaltige Wildnis von Geleisen, Zügen, und enormen Hangars, die jetzt als Camps und Spitäler verwendet werden. Schwester B. ist in einer abgeschlossenen Ecke einquartiert, in einer dieser Hütten, die von London Scottishs umgeben ist, die dort kochen und Tee in kleinen Gruppen machen; sie schwärmen hier herum. Heute Nacht schlafe ich im selben schmalen Bett in einer leeren Hütte mit einer Schwester, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Wir aßen in einem französischen Spital. Ich lieferte mein “Sehr dringend”-Umschlag bei der R.T.O. beim Direktor für Versorgung ab und berichtete bei Major —. Nach dem Mittagessen schlief ich eine Stunde auf dem Bett. Es gibt Reihen von Typhuspatienten auf Bahren in Khaki in dieser Hütte, die auf Motorambulanzen warten, um sie nach Versaille Nr. — G.H. zu bringen, währenddessen sie hier versorgt werden.

Es gibt auch britische Gefangene (Dissertierte) die einer anderen Ecke angekettet sind und französische Truppen am gegenüberliegenden Ende!

Übersetzung aus dem Englischen von „Diary of a nursing sister on the Western Front 1914-1915″

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